Biographien sind ja immer so eine Sache, besonders, wenn sie über Leute berichten, die sich nicht mehr wehren können. Der ehemalige Reporter Don Fulsom hat in seiner Biographie etwa düstere Geheimnisse von Richard Nixon preis gegeben, aber was kann man davon glauben?

„Nixon’s Darkest Secrets: The Inside Story of America’s Most Troubled President“, so der reißerische Titel der Biographie und Autor Fulsom hält nicht zurück.

Nixon mit der Mafia im Bunde

Bereits lange vor seiner Präsidentschaft soll er enge Verbindungen mit der Mafia gehabt haben, Alkoholprobleme, Gewalttätigkeiten gegenüber seiner Frau und dann noch eine Affäre mit dem amerikanischen Playboy Charles Rebozo, man könnte meinen, Fulsom hätte einen Groschenroman geschrieben.

Zugegeben, das Ziel ist nicht gerade schwer, denn Nixon war auch vorher schon eine kleine Skandalnudel, war für unsaubere Wahlkämpfe und fragwürdige Einstellungen bekannt (darunter auch ein paar antisemitische Einstellungen).

Alkohol und Homosexualität

Doch ob alles wirklich stimmt, das kann man natürlich nur schwer sagen, Fulsom ist clever genug, alles gerade einmal anzudeuten, nicht zuletzt, weil selbst das FBI nicht beweisen konnte, ob Nixon mit Rebozo Geld wusch und sicherlich nicht daran interessiert war, ob sie währenddessen heimlich Händchen hielten.

Dass sie befreundet waren, war jedoch kein Geheimnis, ebenso wenig die Mengen an Alkohol, die der Präsident trank und die ihm den Spitznamen „Our Drunk“ (Unser Betrunkener) von seinen eigenen Mitarbeitern einbrachte.

Die Schläge, mit der er seine Frau bedacht haben soll und dass das Ehepaar sogar einen Schauspielcoach gehabt haben soll, der ihre Ehe glaubwürdig aussehen lassen sollte, sind jedoch nur angedeutet und auch die Nixon Foundation hat sich noch nicht dazu geäußert.

Die Biographie soll auf der Grundlage von Interviews und Reporten geschrieben worden sein, die Jon Fulsom während Nixons Präsidentschaft gesammelt hat, doch solange es keine weiteren Zeugen und nur Gerüchte gibt, kann man wohl nie mit Sicherheit sagen, ob es nun stimmt oder nicht, aber Nixons echte Biographie ist ja auch schon schockierend genug ohne diese paar zusätzlichen Skandale.

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