Nach dem Beschluss der Kultusministerkonferenz, eingeleitet durch den Bologna-Prozess, sind inzwischen an nahezu allen deutschen Universitäten die Diplom-Studiengänge auf das Bachelor-Master-System umgestellt worden.
Von der Idee her hat der Bachelorabschluss viele Reize. Zu nennen ist vor allem die kurze Studiendauer: Nach in der Regel nur 6 Semestern ist das Studium abgeschlossen und man steht mit einem vollständig berufsqualifizierenden Abschluss in der Tasche dar. Das ist reizvoll, denn so kann man sich schon nach kurzer Zeit auf die Jobs bei Siemens stürzen.
Momentan sieht die Lage auf dem Arbeitsmarkt jedoch weniger rosig aus. Stellenangebote für Bachelorabsolventen sind Mangelware. Spricht man mit Mitarbeitern der Personalabteilung von größeren Firmen, so hört man immer wieder: Ohne Master haben Sie hier keine Chancen.
Zudem ist die Arbeitsbelastung in Bachelor-Studiengängen um einiges höher, als in den meisten Diplom-Studiengängen. Selbst die BWL-Studenten, die bekanntlich für ihre kurzen und nachmittäglichen Vorlesungszeiten verschrieen sind, haben durch die Studienreform eine erhebliche Mehrbelastung.
Ausschlafen ist an den meisten Tagen schlichtweg unmöglich, ein Großteil der Kurse beginnt um 08.00 Uhr morgens. Teilweise bis in die Abendstunden hinein liegen die Seminare und Vorlesungen, wer danach noch arbeiten muss, um sich sein Studium zu finanzieren, unterliegt einem enormen Stress, der dazu führt, dass viele Bachelor-Studenten deutlich schneller ausbrennen, als diejenigen Studenten, die auf Diplom-Prüfungsordnung studieren.
Andererseits, gerade für die Jobs bei Siemens, ist das vielleicht auch ein Vorteil. Stressresistenz ist eine Stärke, die bei der Bewerbung um einen Job, gerade in Führungspositionen, sehr gefragt ist. Und bei vielen Stellenangeboten ist es nun mal ein entscheidender Faktor, ob man eine solche Schlüsselqualität besitzt oder nicht. Darum heißt es: Ausbrennen vermeiden, den Akku wieder aufladen! Dann klappt es auch mit dem Job bei Siemens.